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Arbeiten auf selbständiger Basis ?

1 User 90 (Gast)

Hallo zusammen bin hin und her gerissen und würde mich über Hilfe zu diesem Thema sehr freuen!

Mein Arbeitgeber bietet mir das Arbeiten auf selbständiger Basis an. Bin vor einem halben Jahr nach bestehen der Ausbildung zum Kaufmann im Groß und Außenhandel in einen unbefristeten Arbeitsverhältnis übernommen worden. Nun bietet mir mein Arbeitgeber das Arbeiten auf selbständiger Basis an. Der Hintergrund ist folgender:

Zu nächst mal zu unserem Unternehmen:

Wir sind ein Fachhandel für Naturstein, Fliesen und Baustoffe in Deutschland. Wir sind genau gesagt zudem ein Großhandel mit mehreren Niederlassungen und ca. 400 Mitarbeiter.

In meiner Stadt haben wir eine große Niederlassung mit allen Abteilungen bis auf Verwaltung und Marketing die an anderer Stelle untergebracht sind. Darüber hinaus teilen wir eine gemeinsame Ausstellung bei einer partnerfirma die ein Großhandel für sanitärobjekte ist. Der Endkunde profitiert hiervon , da er in dieser Ausstellung sowohl von uns als auch anschließend bei den Kollegen des Sanitären Bereichs beraten werden kann. Wir selber sind dort jedoch nur mit einem Mann besetzt

Während meines letzten Ausbildungsjahr bis heute arbeite ich in dieser Ausstellung 2 mal die Woche an den anderen Tagen war eine Mitarbeiterin vor Ort, die ausschließlich nur in dieser Ausstellung gearbeitet hat und nicht wie ich an 2. Diese Mitarbeiterin hat aber gekündigt. Zu ihrer Person ist zu sagen, dass sie weder die Persönlichkeit noch den Ehrgeiz hatte sich dort wirklich zu entwickeln , hinzu kommt dass Sie ihr unzureichendes know how durch arrogantes und abgehobenen Auftreten den Kunden gegenüber zu überspielen versuchte .
Ihre Leistungen ( Umsatz und Deckungsbeitrag ) waren eklatant schlecht.

Ohne mich selbst zu loben war ich das komplette Gegenteil und konnte mit sehr guter Resonanz und Zahlen beeindrucken, sodass mir mein Chef o.g. Angebot gemacht hat und hat dabei folgende Idee :

Er möchte nun diese Ausstellung noch stärker am Markt positionieren. Lt seiner heutigen Aussage gelingt dies nur mit dem richtigen Mann in dieser Ausstellung. Ihm ist aber dabei klar , dass er beim Erfolg auch selbst investieren und motivieren muss. Und bietet mir noch stärkeren Ausbau der Ausstellung ( 54 Kabinen haben wir dort ausgestellt komplett auf neuem stand mit großformaten etc.) ein kulagentisch soll nun her um Termine noch besser vorbereiten zu können. Ein Fliesenmagazin mit losen Fliesen um Neuheiten immer da zu haben und nicht nur von den Kabinen abhängig zu sein. Zudem bietet er mir ein Prozentsatz x vom Deckungsbeitrag, was sich sehr gut anhört da ich meine Zahlen kenne . Wegfallen würde allerdings fixum, sonderzahlungen etc. Ich müsste mich zudem selbst versichern.

Meine Finale frage nun, was muss ich hierbei beachten, was wäre ich offiziell , freier Mitarbeiter? Was muss ich steuerlich und Versicherungstechnisch genau beachten? Und wie hört sich sein Angebot an?


(entschuldigt das lange drumherum schreiben, aber vll ist die frage dann klarer zu beantworten und die Angelegenheit damit besser nachzu vollziehen . Vielen vielen Dank im voraus !!

21.07.2015 22:06

2 mark

Wenn Du machen sollst, was dein Chef dir sagt, dann bist Du streng genommen weisungsgebunden und nicht wirklich selbständig.

Unter http://www.akademie.de/wissen/mitarbeiter-frei-oder-abhaengig gibt es da Infos.

Wenn Du dich selbst versichern musst, dann kalkuliere die Kosten. Denk auch daran, dass es in der Regel keine Lohnfortzahlung gibt und Du praktisch von einem Tag auf den anderen auf der Straße stehen kannst.

Was Du verlangen musst um über die Runden zu kommen kannst Du unter http://www.guru-20.info/tools/fhour/ nachrechnen.

Imho wäre eine Festanstellung mit niedrigem Fixum und hohem Provisionsanteil zum festen Berufseinstieg sicherer.

Aber No ris no fun ...



22.07.2015 09:58

3 User 90 (Gast)

Vielen Dank Markfür deine Einschätzung und den links! Ich werde mich da durcharbeiten.

24.07.2015 10:31

4 Fourning

Das Problem wenn man nur für einen Arbeit- bzw. Auftraggeber arbeitet ist ja aber die sogenannten Scheinselbständigkeit. Diesen Punkt sollte man nicht außer acht lassen, weil das Ärger für einen selbst, als auch den Chef bedeuten würde. Das mit der Weisungsbindung sehe ich ein Stückweit anders, wenn man nämlich einen expilzit beschriebenen Auftrag bekommen hat, dann geht es am Ende nur noch um die Ergebniskontrolle. Insgesamt ein sensibles Thema.

29.10.2017 11:42

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