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Rentenerhöhung zum 01.07.2008

1 hans

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Ich gönne es den Rentenempfängern, dass die Rente ab 1. Juli 2008 um 1,1% außerplanmäßig erhöht wird. Das sind zwar durchschnittlich nur gut 13 Euro im Monat und hilft damit eigentlich niemanden wirklich, das macht aber nichts.

Ich finde die Rentenerhöhung volkswirtschaftlich betrachtet jedoch unerträglich. In Zeiten, in denen die Kassen leer sind, und das wissen wir schon seit beinahe 20 Jahren, nicht vorhandenes Geld auszugeben, ist kaum rational nachvollziehbar. Unter dem Strich wird der Faktor Arbeit, der, neben der Mineralölsteuer, einen erheblichen Beitrag an der Finanzierung der Renten leistet, damit weiter belastet. So schafft man definitiv keine Arbeitsplätze, die eigentlich notwendig wären, um die die Rentenausgaben zu finanzieren.

Anstatt also etwas mehr Realismus an den Tag zu legen und sich zur Abwechslung einmal wirklich ernsthaft mit dem Thema "Sicherung der Renten" zu beschäftigen, verfallen deutsche Politiker der CDU und SPD lieber billigem Populismus. Es ist wohl richtig, dass Rentner auch Wähler und über 10 Millionen Wähler nicht einfach so zu verachten sind, aber unerträglich bleibt die Angelegenheit trotzdem. Es kann nämlich niemand der geschätzten Politiker sagen, wie der substanzielle Rückgang der Rentenhöhe in den kommenden Jahrzehnten gestoppt werden kann.

Ehrlich gesagt hoffe ich, dass genügend Wähler im arbeitsfähigen Alter das hochgradig tendenziöse Verhalten der beiden großen Volksparteien zur Kenntnis nehmen und sich mit einem "Nein" zur Wehr setzen. Ich denke nicht, dass man die ungeniert öffentlich zur Schau gestellte Besitzstandswahrung der Politiker tolerieren oder gar unterstützen sollte.

Im Zweifelsfall hoffen wir einfach darauf, dass die Partei der Nichtwähler bei der nächsten Bundestagswahl zugelassen wird lchel

09.04.2008 09:24

2 mark

Die Rente ist ein Auslaufprodukt.
Jeder der in der Grundschule aufgepasst hat, kann sich ausrechnen, dass der Generationenvertrag nicht mehr funktioniert.

Von daher wird die staatliche Rente mittelfristig auch einer Grundsicherung im Alter weichen.
Von daher sollte man nicht darauf bauen. Blöd ist halt, dass die Versicherung vorgeschrieben ist und man um die Beitragszahlungen nur als Selbständiger herumkommt.



humppa!

09.04.2008 10:27

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